Patroziniumsfest der Dreifaltigkeitskapelle in Gailoh

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"Ein Gott, eines Wesens in drei Personen"435 patrozinium gailoh18

Wir beginnen jedes Gebet, jeden Gottesdienst im Namen des Dreifaltigen Gottes. Im Namen des Vaters, der uns erschaffen hat, im Namen des Sohnes Jesus Christus, der Mensch geworden ist und im Namen des Hl. Geistes der unter uns ist um die Menschen anzutreiben, zu inspirieren, zu begeistern. Am Sonntag nach dem Pfingstfest feiern wir das Hochfest der Dreifaltigkeit. Und doch bekennen wir uns nur zu dem einen Gott, den einen Gott, den wir in drei Personen bekennen und anbeten, Vater, Sohn und Geist.
Es gibt vom Hl. Augustinus diese Geschichte, dass er eines Tages am Ufer des Meeres entlang ging und über das Geheimnis der Dreifaltigkeit nachgedacht hat. Da sah er ein kleines Kind, das eine Grube in den Sand gegraben hat und mit einem Löffel das Meerwasser hineinschöpfte. Als er zu den Kind hinging und fragte: Was machst du den da, hat das Kind gesagt: Ich schöpfe das Wasser des Meeres in diese kleine Kuhle hinein. Darauf sagte Augustinus. Du dummes Kind, wie kannst du nur das große Meer in diese kleine Kuhle schaufeln wollen? Worauf das Kind antwortete: Du dummer, kluger Augustinus, wie kannst du nur versuchen, mit deinem kleinen menschlichen Verstand das Geheimnis der Dreifaltigkeit zu erkennen.

Vielleicht ist es das, was es sein soll, ein Geheimnis. Seit fast zweitausend Jahren bemühen sich die klügsten Köpfe der Christenheit, die klügsten Köpfe der Menschen hinter dieses Geheimnis zu kommen und doch bleibt es ein Geheimnis. Vielleicht das größte Geheimnis was es auf dieser Welt gibt. Aber dennoch kann man dieses Geheimnis nicht verstehen mit dem Verstand aber doch mit dem Herzen erkennen, dass Gott ganz nahe ist. Ganz nahe wie ein Vater, ganz nahe wie ein Bruder, ganz nahe wie ein Geist, der immer um uns und bei uns ist, so die einleitenden Worte von Pfarrer Berzl.

Kennen sie die Quizsendung "Eins, Zwei oder Drei"? Es ist eine Quizsendung für Kinder. Drei Teams, meistens aus drei Schulklassen werden verschiedene Fragen gestellt. Es gibt immer drei verschiedene Antworten. Die Kinder müssen sich dann entscheiden, auf eins, zwei oder drei. Am Schluss gibt es einen Gruppensieger, eine Schulklasse, die die meisten Punkte erziehlt hat und einen Sieger der als einzelner die meisten Fragen richtig beantwortet hat.

Heute müssen wir uns auch mit einer wichtigen Frage auseinandersetzen. Wie ist es denn mit dieser Dreifaltigkeit? Mit diesem Dreieinen Gott, den wir in drei Personen, Vater, Sohn und Geist bekennen. Von dem wir aber sagen, es ist nur ein einziger Gott. Ein Gott, eines Wesens in drei Personen. Wenn wir uns die drei verschiedenen Personen anschauen um die es bei diesem Dreieinigen Gott geht. Es ist auch manchmal immer wieder die Frage, wie ist es denn mit diesen drei Personen des einen Gottes? Ist nicht der eine ein klein bisschen größer, höher, mächtiger. Diese Fragen stellt sich die Christenheit seit fast 2000 Jahren.

Was ist das jetzt mit diesem Dreifaltigen Gott? Wenn wir uns Bilder der Dreifaltigkeit vorstellen. Da ist Gott Vater, als alter ehrwürdiger Mann, Gott Sohn als jüngerer Mann, auch mit langen Haaren und Bart und der Heilige Geist als Taube natürlich. Eigentlich ist der heilige Geist kein Täubchen. Der Heilige Geist steht am Anfang im Buch Genesis. Wo es heißt, dass am Anfang Gottes Geist über dem Wasser schwebte. Der Heilige Geist ist kein schwaches Lüftchen sondern einer, der was in Bewegung setzt. Sowohl am Anfang der Schöpfung als auch zum Pfingstereignis. Zu Pfingsten kam ein mächtiges Brausen daher, wie ein Sturm daher kommt. Der Heilige Geist kam in Flammenzungen auf die Jünger herab. Der Heilige Geist setzt was in Bewegung bei den Menschen. Pabst Johannes der XXIII hat besonders an den Heiligen Geist gedacht als er das zweite Vatikanische Konzil eingesetzt hat, damit in unsere Kirche ein frischer Wind weht, ein frischer Geist hineinkommt.

Wir sieht es aus mit dem Sohn? Im Johannesprolog steht unter anderem. ...und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Das heißt: Das Wort Gottes, es ist machtvoll, es ist kraftvoll. Wir können mit der Kraft unserer Worte Menschen bewegen, berühren, ergreifen. Wir können sie motivieren, sich uns anzuschließen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Heilige Dreifaltigkeit ein Geheimnis bleiben muss, damit die Menschen immer wieder darüber nachdenken. Dass man sich immer wieder Gedanken darüber macht, wie ist denn das mit dem Gott. Wenn wir die Antwort zur Dreifaltigkeit nicht geben können, macht das nichts. Es ist ein Geheimnis, ein großes Geheimnis. Manchmal sind die geheimnisvollen Dinge die interessantesten Dinge im Leben so Pfarrer Berzl in seiner Predigt.

Glück mit dem Wetter hatten heuer die Gailoher bei ihrer dreitägigen Kirchweih anlässlich des Patroziniums der Dreifaltigkeitskapelle. Bei angenehmen Temperaturen ließ es sich bei zünftiger Musik und bester Verkostung unter der Federführung der Freiwilligen Feuerwehr gut feiern.

Bestens besucht war auch der Festgottesdienst mit Pfarrer Alois Berzl, den die Musikkapelle Ursensollen musikalisch umrahmte.