Patroziniumsfest der Dreifaltigkeitskapelle in Gailoh

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496 Gailoh Patrozinium

 

Was macht bei einer Gemeinschaft das miteinander aus?

Draußen steht ein Werbeplakat von der Feuerwehr. Auf dem Bild ist ein Kind, das ein Feuerwehrauto hochhält. Es steht noch 112 drauf. Aber wer ist als Person dargbestellt? Die Mama. Es gibt nicht nur Männer, sondern auch Frauen bei der Feuerwehr. Das macht auch die Gemeinsamkeit aus. Egal wer du bist, du gehörst dazu. Egal ob Mann oder Frau, jung oder alt. Wir alle sind Gemeinschaft. Jeder hat seinen Platz, jeder darf sich wohl fühlen, jeder darf sich willkommen fühlen.

Bei Gott darf sich jeder willkommen fühlen. Er lädt uns ein. Er ist der Gott Vater, dessen Kinder wird sind, er ist Gott Sohn Jesus Christus, der Mensch geworden ist, er der Heilige Geist, der immer Menschen begeistert um sich zu engagieren. Ob in der Blaskapelle, bei der Feuerwehr, ob hier beim Gottdienst, so Pfarrer Berzl in seinen einleitenden Worten.

Die sixtinische Kapelle ist in den achtziger und neunziger Jahren aufwändig renoviert worden. Als man den ganzen Schmutz und die Nachträge weggemacht hat, hat man festgestellt, dass ist ein Bild, das ist eine Komposition, die fast schon Pop Art mäßig ist. Es waren strahlend leuchtende Farben, die zum Ausdruck gebracht haben, was dieser Michelangelo vor fast 500 Jahren ausdrücken wollte. Was hat das jetzt mit Dreifaltigkiket zu tun. Es ist immer ganz anders als man es gewohnt ist. In Sendungen wie "Kunst und Krempel" werden manchmal Gemälde gezeigt. Gemälde, die schon schön aussehen. Wo aber die Experten sagen, es würde sich lohnen, dieses Gemälde zu säubern. Oftmals wird ein Bild gezeigt vorher und nachher. Oft ist es ganz anders als es vorher gewesen ist. In gewisser Weise ist es mit der Dreifaltigkeit genauso. Egal wie man versucht, das zu erklären, es ist immer ganz anders. Das macht die Dreifaltigkeit irgendwie menschlich. Der Mensch ist immer ganz anders, als man es eigentlich von ihm erwartet. Wenn man jemand ganz gut kennt, entdeckt man doch immer neue Seiten dieser Person. Das habe ich noch nicht von dir gewusst, dass du das magst, oder dass das deine Lieblingsgruppe ist.

Im Flugzeug haben sie uns gestern "beschissen". Es gibt immer im Flugzeug eine Kleinigkeit zum Essen. Es hat geheißen, es gibt einen Leberkäse,, da war ich sofort vorne dran. Es hat zwar Hühnchenleberkäse geheißen, aber Leberkäse war das nicht. Es ist immer wieder ganz anders. So ist auch eine Gemeinschaft immer wieder ganz anders. Weil die Gemeinschaft aus Menschen besteht. So dürfen wir, wenn wir heute Patroziniumfest in Gailoh feiern, so unterschiedlich wie wir sind. Wir dürfen alle gemeinsam miteinander feiern. Alle gemeinsam miteinander sind wir eine große Gemeinschaft. Mit der Dreifaltigkeit ist es genauso. Wie sollen wir Gott Vater darstellen. Dieser würdige, alte Mann mit weißen Bart und weißen Haaren, wie er in der Sixtinischen Kapelle dargestellt wird.  Von Jesus Christus haben wir auch eine Vorstellung. Die junge Variante von Gott Vater, ein junger Mann. Beim Heiligen Geist ist es manchmal ein bisschen schwieriger. Er ist für manche eine Taube. 

Aber alle drei miteinander sagen etwas aus. Alles kommt von Gott Vater. Er hat es nicht allein geschafft. Von Anfang an sagt Jesus sein Sohn, er war bei ihm. Ich und der Vater sind eins und alles was der Vater hat ist meins. Und der Heilige Geist, in der ersten Lesung hat es geheißen, "die Weißheit, die Weißheit Gottes war dabei." 

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