Berichte & Bilder

Trauergottesdienst

"heute nehmen wir Abschied von Heiner Wittmann" 421 heiner18

Im neunzigsten Lebensjahr, im vierundsechzigsten Jahr als Priester ist er kurz vor seinem 90. Geburtstag nach kurzer Krankheit verstorben, so Pfarrer Berzl. Es freut mich, dass heute so viele da sind um von ihm Abschied zu nehmen. Besonders herzlich begrüße ich die Mitbrüder im priesterlichen Amt, seine Freunde und Weggefährten, die ihn ein Leben lang gekannt haben. Die ihn gekannt haben, als Priester und als Mensch.

Viele die heute hier sind können sagen: Ich habe Heiner Wittmann ein Leben lang gekannt, als ich noch so klein war. Ich habe ihn gekannt als einen Priester, der mit Leib und Seele Priester war, als einen Lehrer, der seine Kinder geschätzt und geliebt hat, aber noch viel wichtiger, als einen liebevollen Menschen.

Von dem Priester Heinrich Wittmann, von dem Lehrer Heinrich Wittmann und von dem Menschen Heinrich Wittmann nehmen wir heute Abschied im Gottesdienst, wo wir das tiefste und größte Geheimnis unseres Glaubens feiern. In jedem Gottesdienst verkünden wir das Geheimnis des Glaubens. "Deinen Tod, o Herr verkünden wir und Deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit". In jedem seiner Gottesdienste hat auch Heiner Wittmann diese Worte gesprochen. In diesen Worten, in diesem Glauben hat er seinen Dienst vollzogen als Priester. In diesem Glauben, in dieser Hoffnung nehmen wir heute Abschied von ihm. Wir vertrauen ihn der Liebe Gottes an, der uns das ewige Leben verheißen hat. Wir werden ihn, dass ist ebenso wichtig, in liebevoller Erinnerung behalten.

Was kann man über ein Menschenleben sagen, das fast neunzig Jahre gedauert hat. Was kann man von einem Menschen sagen, der ein Leben lang Priester war. Was kann man von dem Menschen Heiner Wittmann sagen, heute an dem Tag, an dem wir von ihm Abschied nehmen. Ich durfte ihn nur knapp kennen, so Pfarrer Berzl. Als ich hier her als Pfarrer von St. Michael gekommen war, war er schon hoch betagt. Er war immer noch aktiv am Leben in der Pfarrei beteiligt. Bis vor kurzem noch hat er seine wöchentliche Messe gefeiert. Es war ihn wirklich ein Anliegen, die Messe zu feiern, in der Gegenwart Gottes zu sein und aus der Eucharistie Kraft für das Leben zu schöpfen.

Wie wenig habe ich ihn gekannt. Wir sehr haben sie ihn gekannt. Für viele von ihnen war Heiner Wittmann ein fester Bestandteil ihres Lebens. Ob es an der Schule war, oder hier in der Pfarrei St. Michael, mit der er von Anfang an verbunden war. Zusammen mit Pfarrer Hirtreiter hat er vor über 50 Jahren mitgearbeitet, die Pfarrei zu gründen. Er hat das Leben der Pfarrei mitgeprägt. Ein besonderes Anliegen war ihm immer auch der Dienst an den Menschen. An den Menschen, besonders die, die an einer Behinderung zu leiden haben. So hat er sich immer wieder für die Lebenshilfe eingesetzt. Er war der treibende Motor, er war Herz und Seele der Lebenshilfe.

Ihm waren seine Familie und seine Freunde immer wichtig. Aber seine Freunde, das waren nicht auserwählt wenige, es waren viele Menschen die ihm am Herzen gelegen sind. Wenn wir von dieser Dreifaltigkeit sprechen können, sein Leben als Priester, sein Wirken als Lehrer und seine Art Mensch zu sein, dann wissen sie, seine Familie, seine Angehörigen, seine Freunde, all die Menschen die er berührt hat, so viel mehr als ich. Jede einzelne Erinnerung, jedes Gespräch, wo sie mit ihm gelacht und geweint haben, wo sie mit ihm gespürt haben, er steht mitten im Leben, mitten unter uns, mitten bei uns. So kann man es immer wieder sagen, vom Heiner. So hab auch ich ihn kennen lernen dürfen. Er hat ein Gespür gehabt für die Menschen, die mit ihm auf dem Weg waren. Ich bin mir sicher, dass Heiner Wittmann mit seinem Leben etwas Gutes angefangen hat. Etwas Gutes in die Wege geleitet hat. Durch sein so sein wie er war. Seine Freunde und Weggefährten wissen es.

Hier vorne steht ein Bild von ihm. Sie alle haben so ein Bild von Heiner Wittmann in ihren Herzen, in ihrer Erinnerung. Vielleicht erinnern sie sich noch an die erste Begegnung mit ihm. Erinnern sie sich. Halten sie diese Erinnerungen als einen wertvollen Schatz. Das ist vielleicht der größte Schatz, den uns Menschen hinterlassen können. Die liebevolle, die zärtliche und die freudige Erinnerung. Weil er für sie ein ganz besonderer, ein ganz außergewöhnlicher Mensch war.

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