Berichte & Bilder

Ökumenischer Gottesdienst für Ehejubilare

503 ehejubiläum19

Ausschitte aus der Predigt von Pfarrer Joachim von Kölichen, von der evangelischen Paulanergemeinde.

Liebe Gemeinde, es sind ein paar seltsame Dialoge in diesem Text über die Hochzeit zu Kana. Eigentlich eine fröhliche Angelegenheit. Komischerweise erfahren wir nichts über das Brautpaar, außer dass der Bräutigam vor dem Speißemeister eine schlechte Figur macht. Ich weiß nicht, wie ihre Hochzeit vor bis zu 66 Jahren war. Das waren noch die Jahre, an denen es nicht so reichlich gab, wie heutzutage.

Ob sie am Wein sparen mussten, oder ob sie reichlich davon hatten. In der Zeit seitdem haben sie etwas gelernt was hier in dieser Bibelstelle eindrucksvoll zum Ausdruck kommt.

Im Laufe einer langen und engen Beziehung lernt man einander über den Wortlaut hinaus zu verstehen. Wenn Jesu Mutter auf die doch sehr forsche Antwort des Sohnes antwortet. "tut was er sagt", dann hat sie verstanden, dass er das so nicht gemeint hat mit dem. "Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau. Meine Stunde ist noch nicht gekommen" Wenn wir uns das anschauen, klingt das erst mal nach einem klaren nein. Nein, dieses Wunder tue ich nicht. Aber dann geschieht es einfach. Die Mutter muss nicht steiten mit ihm. Sie weiß wie es gemeint ist. Dass es wohl in dem nein ein ja war. All diese Kommunikationsgeheimnisse lernt man im Laufe einer engen Beziehung zwischen Mann und Frau kennen. Man lernt den anderen besser zu verstehen, als er es im Moment vielleicht selber tut. Ähnliche Szenen, wie bei der Hochzeit zu Kana, haben sie in ihren Familienleben in den vergangenen Jahren auch oft erlebt, wenn sie durch den Wortlaut ihres Partners hindurch gehört haben, was er eigentlich sagen wollte. 

Der Bräutigam kann sein Glück nicht fassen, als er plötzlich guten Wein bekommt. Das kann man so lustig nehmen wie es ist. Das hat aber einen ernsteren Hintergrund. Wo Gott in unser Leben eingreift, da verändern sich die Verhaltensweisen. Man könnte sagen, dass diese Hochzeit die biblische Version von "mit 66 Jahren, da geht das Leben an" ist. Auch wenn hier 66 Jahre Ehe im Spiel sind. Jetzt geht es erst richtig los, könnte man sagen. Sie alle haben mit ihrer langen Beziehung, mit ihrer Treue zueinander, mit ihrer Treue auch zu Gott, immer daran gearbeitet, einander besser zu verstehen. Das ist ein schönes Bild dafür, wie Gott mit uns umgeht. Das sollte uns Vertrauen geben, für viele weitere Jahre miteinander, in dem sie weiterlernen sich besser zu verstehen als sich selbst. Das ist ein wichtiges Symbol des christlichen Lebens. Die Hinwendung zum andern, als das beziehen auf sich selbst. 

Nach dem Gottesdienst war noch ein Stehempfang. Da hatten die Paare genügend Zeit, sich untereinander die vielen Geschichten zu erzählen.

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