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Whisky-Tasting mit Priester Wolfgang Rothe

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Ein elf Jahre alter Whisky aus Wick? Oder doch lieber ein 16 Jahre alter Whisky aus einer Destillerie neben einer der ältesten Kirchen Schottlands? Zum Auftakt des Whisky-Weekends stellt ein Pfarrer nicht nur die edlen Spirituosen vor.
Höhepunkt des Whisky-Weekends war das Tasting mit Priester Wolfgang Rothe (rechts) , der sich als wahrer Kenner der schottischen Whiskys entpuppte.
Mit dem Whisky-Tasting hat das Whisky-Weekend Amberg begonnen. Und dafür hatte die Pfarrei St. Michael einen wahren Experten eingeladen: Priester Wolfgang Rothe, ein ausgezeichneter Kenner des schottischen Whiskys.

Rothe, der schottischen Kilt trug, hatte den 32 Gäste viele historische Geschichten zu den Whisky-Destillen und den zugehörigen Orten in Schottland mitgebracht.Der Abend war eine spirituelle Reise in doppelter Hinsicht: Mithilfe verschiedener "Spirits", wie der Referent die Whiskys bezeichnete, ging es zu Orten, die zugleich eine im religiösen Sinn spirituelle Geschichte haben.
Glaube und Genuss
Mit einem zehn Jahre alten Whisky der Destillerie Bladnoch entführte Rothe seine Gäste ganz in den Süden von Schottland und damit in die Nähe von Withorn. Dort hatte der heilige Ninian als einer der ersten christlichen Glaubensboten in Schottland gewirkt. Rothe stellte außerdem einen elf Jahre alten Whisky aus der Destillerie Pulteney in Wick im Norden des Landes vor. Die dortige Geistlichkeit habe zwischen 1922 und 1947 die Prohibition durchgesetzt. Das zeige, dass Glaube und Genuss sich eben nicht widersprächen. Ein zwölf Jahre alter Whisky der Destillerie Glen Garioch führte die interessierten Zuhörer in die Nähe von Aberdeen. Dort sei heuer im Juli die älteste urkundliche Erwähnung einer Brennblase zur Herstellung von Whisky entdeckt worden. Diese habe sich ausgerechnet im Besitz eines katholischen Priesters befunden.
Wasser aus heiliger Quelle
Mitgebracht hatte Rothe außerdem einen zwölf Jahre alten Whisky der Destillerie Aberlour, die ihr Wasser aus einer Quelle bezieht, die schon in heidnischer Zeit als heilig gegolten habe und die der heilige Drostan als Taufbrunnen verwendet habe. Zu einem 16 Jahre alten Whisky der Destillerie Mortlach erklärte Rothe, dass sich diese Destillerie gleich neben einer der ältesten Kirchen Schottlands (vom heiligen Moluag im sechsten Jahrhundert gegründet) befindet.
Bei der Verkostung des letzten Whiskys (18 Jahre alt, Destillerie Bowmore von der Insel Islay) brachte der Experte den Teufel ins Spiel: Die dortige Kirche wurde laut Legende kreisrund gebaut, damit der Teufel in ihr keine Nische fand, um sich dort zu verstecken und den Leuten aufzulauern.511a 1 whiskyabend
Info:
Facettenreicher Whisky

Dem Whisky-Tasting folgte ein Dinner mit sechs Whiskys und einem Fünf-Gänge-Menü von Alexander Hempel. Die 105 Tickets dafür waren bereits seit Mai reserviert. Die beiden deutschen Whiskys, Elch Whisky aus Thuisbrunn bei Gräfenberg und SinGold Amarone Cask aus Wehringen bei Augsburg, waren die Besonderheiten des Abends. Außerdem hatten Simon Kunz und Markus Mußemann einen 16-jährigen Whisky der Gentauchers Destillerie ausgesucht. Mit 14 Gästen und dem Thema „Highlights aus den Highlands“ endete das Whisky-Weekend am Sonntagnachmittag. Das nächste Whisky-Tasting in der Pfarrei St. Michael mit Markus Mußemann und Simon Kunz ist für Sonntag, 5. Januar, um 19 Uhr zum Thema „Faszination Islay“ geplant. Dabei geht es um Whiskys von der Isle of Islay, einer speziellen Whisky-Region in Argyll & Bute, dem schottischen Partner-District des Landkreises Amberg-Sulzbach.

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