Spende in Tansania angekommen

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Der Sachausschuss Weltkirche hat im Herbst dem aus Amberg stammenden Bruder Peter Hötter eine Spende von 1.500 Euro gesendet. Das Geld stammt aus Erlösen von Bücherflohmarkt und Pfarrfamilienfest und ist nun sicher in Tansania angekommen. Peter Hötter schreibt:

Liebe Pfarrgemeinde von St. Michael!

Ihnen allen ein ganz, ganz großes und herzliches Vergelt's Gott für Ihre großartige und großherzige Spende von Oktober! Möge Gott es einem/r jeden Einzelnen von Ihnen reichlich lohnen. Damit haben Sie uns und unseren 200 Waisenkindern ein echtes Zeichen der Hoffnung und der Solidarität geschenkt,vor allem inmitten der diesjährigen Dürre, die auch uns hier in Monduli getroffen hat. Noch spüren es die Menschen nicht, doch wenn die Vorräte im nächsten Frühjahr zu Ende gehen werden, werden die Lebensmittelpreise um ein Vielfaches ansteigen und auch viele Familien unserer Waisenkinder werden es sich nicht mehr leisten können, Grundnahrungsmittel wie Mais und Bohnen kaufen zu können. Wir werden allerdings nicht bis zum Frühjahr warten, sondern werden schon jetzt einen größeren Vorrat an Mais und Bohnen kaufen, da die Preise noch einigermaßen normal und stabil sind.

Dabei fing der Regen ganz normal wie jedes Jahr pünktlich im Februar sehr vielversprechend an, stoppte aber schon nach ein paar Wochen, zu einer Zeit, da alles schon am sprießen und am gedeihen war. Dann kam fast zwei Monate lang nichts mehr. Im Mai, also zum Ende der normalen Regenzeit, fingen dann die kräftigen Regengüsse an und dauerten bis Juli, was sehr ungewöhnlich ist. Doch kam dieser Regen für die meisten Bauern viel zu spät und alles war schon vertrocknet.

Auch jetzt im Moment regnet es wieder sehr viel und es ist überall wunderschön grün und es blüht, und viele Bauern, die noch Geld übrig haben, haben wieder neu gesät, doch hat keiner die Garantie, ob es später dann auch wirklich zu einer Ernte kommen wird oder nicht.

Man spricht ja überall von Klimawandel und auch von der Schuld der Industriestaaten, was bestimmt in gewisser Weise auch zutrifft. Doch schiebe ich einen Teil der Schuld auch den afrikanischen Ländern zu, da hier sehr viel Raubbau mit der Natur getrieben wird und viele Wälder einfach abgeholzt werden, um billiges Brennholz zu bekommen, wobei Tansania riesige Erdgasvorkommen hat. Außerdem wird jeglicher Müll hier einfach im Freien verbrannt und auch die Abgase besonders der älteren Autos lassen vieles zu wünschen übrig. Doch wacht man auch hier langsam auf und die Regierungen der einzelnen Länder fragen sich, was sie dagegen tun und von den Industriestaaten lernen können.

Ich wünsche Ihnen eine gnadenreiche und segensreiche Adventszeit, eine Zeit der Besinnung und der Stille bei der Suche nach dem Eigentlichen, jedem und jeder Einzelnen von Ihnen Gottes reichen Segen und viele liebe Grüße von unseren Waisenkindern, Bruder Peter Hötter!