Schlussandacht mit Lichterprozession

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"Selig, die das Bergfest haben"440 abschlussandacht18

Die Vorbereitung zur Schlußandacht übernahm dieses Mal unsere Pfarrei. Zusammen mit Pfarrer Berzl, Gemeindereferent Benedikt Eckert und Organist Michael Roth fuhren auch 6 Ministranten aus unserer Pfarrei auf den Mariahilfberg. Zur Abschlussandacht kam dieses Jahr erstmalig Weihbischof Pappenberger.

Es ist mir eine Ehre und Freude auf dem Mariahilfberg zu sein, so seine einleitenden Worte. Der Tag hat mich etwas in Verlegenheit gebracht. In den vergangenen Jahren war ich immer zur Eröffnung des Bergfestes da. Da redet es sich leichter. Der Abschluss ist schwieriger, weil schon alles gesagt worden ist und ich nicht dabei war. Geholfen hat mir die Lokalredaktion der Zeitung.

Zu den Seligpreisungen, für die die ganze Woche gepredigt wurde, haben sie als Einstimmung auf diese Festwoche, die heute zu Ende geht, eine neue Seligpreisung hinzugefügt. So war es zu lesen "Selig, die das Bergfest haben". Das ist wert, eine kurze Betrachtung anzustellen. Warum sind die selig zu preisen, die ein Bergfest haben? Weil sie mit diesem Bergfest etwas wesentliches für's Leben lernen und abschließend in den Lebensalltag mitnehmen können. Das es passt, das es stimmig und gut ist. Hier am Bergfest ist Gelegenheit viele zu treffen und miteinander zu feiern. Das haben die, die ein Bergfest haben, als Erfahrung. Dass es eigentlich zum froh sein, zur Freude gar nicht so viel braucht. Sitzgelegenheiten, etwas zum Essen und zu Trinken und Menschen die man treffen kann, so Weihbischof Pappenberger.

Um selig zu sein, brauche es zwei Dinge: Die Begegnung mit Menschen und die Begegnung mit Gott. Das war der Tenor der Predigt bei der Schlussandacht des Bergfestes vor mehreren Hundert Gläubigen. Sie hatten sich am Sonntagabend in den Strahlen der untergehenden Sonne um den Freialtar versammelt. Pappenberger, der erst vor wenigen Tagen seinen 60. Geburtstag feierte, griff den Kommentar auf, der am Donnerstag, 28. Juni, in der AZ erschienen war. Darin hieß es, die geistige Nahrung bei den Gottesdiensten schmecke genauso gut, "wie die Magentratzerl mit ihrem verführerischen Duft von nebenan". Beides sei wichtig, unterstrich der Geistliche - das gesellige Beisammensein, wie die Einkehr bei Gott.

Das Sitzen in den Bierzelten hält eine gute Übung für die Menschen bereit, denn sie üben sich im Zusammenrücken, im Achtgeben aufeinander, im "Sich-gegenseitig-ehren". Darin herrsche ein großer Mangel in dieser Welt. Mit der Schlussandacht sei ein Bergfest und seine Wirkung in den Alltag hinein nie zu Ende, erklärte er. "Der Berg ruft nicht nur in der Festwoche."

Bilder der Schlussandacht