Am vergangenen Wochenende feierten wir unser traditionelles Patrozinium, einen der Höhepunkte im kirchlichen Jahreslauf. Den Auftakt bildete am Samstagnachmittag das Aufstellen des Kirchweihbaums. Am Abend folgte der Festbetrieb im Pfarrsaal.
Der Sonntag begann mit einem feierlichen Gottesdienst. Anschließend waren alle Gäste zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Für die gute Bewirtung sorgten die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Pfarrei.
Ein besonderer Höhepunkt des Sonntags war das traditionelle Austanzen der Kirwapaare. Das neue Oberkirwapaar ist Miriam Freimuth und Robert Hertz.
In seiner Predigt stellte Pfarrer Berzl die Menschen und die Gemeinschaft in den Mittelpunkt. „Kirche ist das, wo Menschen leben und feiern“, betonte er. Kirche sei nicht nur ein Gebäude, sondern vor allem die Gemeinschaft der Menschen, die sie mit Leben erfüllen.
In St. Michael würden Menschen gemeinsam Geburtstage und Hochzeiten feiern, aber auch Abschied nehmen und liebe Menschen zu Grabe tragen. „Kirche ist jetzt und hier in diesem Moment all die Menschen, die versammelt sind“.
Gerade das Kirchweihfest mache deutlich, wie wichtig diese Gemeinschaft ist. Wenn wir heute Kirwa feiern, sei dies nicht nur ein Auftrag für den heutigen Tag, sondern auch für alle zukünftigen Tage. „Vielleicht können wir auch von der Gemeinschaft leben“, gab Pfarrer Berzl den Gottesdienstbesuchern mit auf den Weg.
Besonders würdigte er den Einsatz der Kirwaleute, die in den vergangenen Tagen viel Arbeit in die Vorbereitung des Festes investiert hatten. Der Kirchweihbaum musste ausgesucht, hergerichtet und transportiert werden. Anschließend galt es, ihn unfallfrei aufzustellen und natürlich auch zu bewachen.
„Heute sorgt jeder Einzelne von ihnen dafür, dass wir heute Kirwa haben“, betonte Pfarrer Berzl und sprach allen Beteiligten seinen Dank aus: „Für alle, die heute da sind, von mir ein herzliches Vergelt’s Gott.“
Auch der Kirchweihbaum selbst wurde zum Symbol für das gemeinsame Engagement. Viele helfende Hände waren notwendig, damit das Fest stattfinden konnte. Und so zeigte sich auch an diesem Wochenende, was eine lebendige Pfarrgemeinde ausmacht: Menschen, die sich einbringen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam etwas auf die Beine stellen.
Das Patrozinium von St. Michael war damit nicht nur ein Fest zu Ehren des Kirchenpatrons, sondern vor allem ein Fest der Gemeinschaft, mit Gottesdienst, Musik, gutem Essen, Gesprächen und natürlich dem traditionellen Austanzen der Kirwapaare.

