Geschichte

53 Jahre Pfarrgemeinde
48 Jahre Kirche St. Michael

Im Januar 1968 wurde ein Bauwettbewerb für das "Kirchenzentrum St. Michael in Amberg" ausgeschrieben, an dem sich 16 Architekten beteiligten. Architekt Baur aus Weiden entschied den Wettbewerb für sich und übernahm dann die Planung des neuen Pfarrzentrums, die auf der klaren, sachlichen Architektur der Wohnanlage St. Sebastian basierte.
Am Tag der Mondlandung, am 21. Juli 1969, fiel der Startschuss für die Arbeiten zum 1. Bauabschnitt. Anfang November 1969 folgt die Grundsteinlegung der Kirche St. Michael und noch im selben Monat konnte Richtfest für den Rohbau der Kirche und für das Pfarrgemeindezentrums gefeiert werden.

Nach 14 Monaten Bauzeit konnte am Sonntag, 27. September 1970, die neue Kirche durch Bischof Rudolf Graber eingeweiht werden. Für die Gemeinde St. Michael hatte der Tag der Einweihung der Kirche laut Chronik noch eine besondere Bedeutung. Laut Urkunde vom 31.August 1970 hat Diözesanbischof Rudolf Graber mit Wirkung vom 27. September 1970 die Expositur St. Michael mit den Ortsteilen Gailoh und Martinshöhe zur selbstständigen Pfarrei erhoben.

Über die Architektur
Liturgie formt Räume
Die betont schlichte Architektur soll verstanden werden als eine Beschreibung der Liturgie wie sie in der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils gegeben wird. Knapp und durchschaubar, versehen mit dem Glanz edler Einfachheit. Sie verkörpert den Geist des Aufbruchs, überwindet jahrhundertealte Strukturen. Noch heute wirken ihre schlichten Räume und Baumaterialien radikal.

Durch die Beschlüsse des Zweiten Vatikanums rückte die Gemeinde buchstäblich an den Altarraum heran. Die Ausstattung für die liturgische Nutzung, wurden im Altarraum auf einem niedrigen Podium so angeordnet, dass sie eine Kommunikation von Gemeinde und Geistlichkeit ermöglichten: So formt der am frei stehenden Altar zelebrierende Priester mit der ihn umgebenden Gemeinde einen Halbkreis. Der Tabernakel mit der Hostie wird vom Altar getrennt.

Der Kirchenbau in seiner Schmucklosigkeit und Modernität trägt der Überzeugung der Architekten Rechnung, um das vermeintlich Andersartige des Religiösen, das vermeintlich gegensätzliche zum normalen Leben des modernen Menschen zum Ausdruck zu bringen; eine Tendenz die man in vielen Kirchenbauten der Moderne nach dem Zweiten Vatikanum sieht.

Wissenswertes über unsere Kirche
Der Altarbereich und das Taufbecken wurden mit italienischen Travertin gebaut.
Der Hauptraum der Kirche ist eine quadratische Halle mit 20 Metern Seitenlänge und 14 Metern Höhe. Der Boden ist mit Travertin Marmor belegt. Die Wände sind teils mit Lochziegeln verkleidet und teils in Sichtbeton. Die Wand hinter dem Altar besteht als einem aus Beton gegossenen Abendmahl. Die Decke besteht aus Spannbeton und 25 vorgefertigten quadratischen Betonkassetten. Tageslicht fällt durch neun rechteckige Kuppeln der Kassettendecke über dem Altarbereich und ein schmales Fensterband direkt unter der Decke ein.

Der Altarbereich ist von einen Halbkreis von Bänken für die Gemeinde umgeben. Die Haupthalle ist umlaufend an allen vier Seiten von einem niedrigeren, nur vier Meter hohen Raumteil umgeben; die Wände der Haupthalle ruhen allein auf einem Pfeiler in jeder der vier Ecken. Die Wände der umlaufenden niedrigen Raumteile sind mit Ziegeln verkleidet, die Decken mit Holz. Am rechten Raumteil schießt sich ein Seitenschiff an, dass als Werktagskirche dient. An der rückwärtigen Wand ist neben dem Eingang die Marienkapelle.
Das Gebäude ist Teil eines Ensembles aus Kindergarten, Pfarrheim und Pfarrhaus. Die Kirche verfügt über einen freistehenden Kirchturm (sog. Campanile) mit einer Höhe von 34 Metern.

Bilder von der Kirche und vom Turm


Expositus Hans Hirtreiter wurde am 27. September 1970 zum Pfarrer ernannt.
Mit viel Herzblut hat er binnen drei Jahrzehnten eine blühende Gemeinde aufgebaut, bis er am 4. Februar 1995 verstarb.
BGR Heinrich Wittmann, der die Pfarrei seit ihrem Bestehen unterstützte, fungiert als Pfarradministrator
bis im September 1995 Pfarrer Peter Nussbaum die Pfarrei übernahm.
Als Pfarrer mit Leib und Seele hat dieser die von Pfarrer Hans Hirtreiter ausgesäte Saat weiter gepflegt, aber auch den Gemeindeacker neu bestellt.

Installation von Pfarrer Peter Nuβbaum am 1. Oktober 1995
Der neue Pfarrer Peter Nuβbaum ist bestimmt "in guten Händen"
Das stand am 1.Oktober.1995 in der Zeitung
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Pfarrbrief Sept./Okt. 1995

Installation von Pfarrer Hermann Berger am 16. Oktober 2011
Vom Dorf in eine groβe Stadtpfarrei.
Das stand am 30. August 2011 in der Zeitung
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Installation von Pfarrer Alois Berzl am 19. Oktober 2014
"Sich bemühen, Kirche zu sein"
Das stand am 21.Oktober.2014 in der Zeitung
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Pfarrbrief Sept./Okt. 2014


Bildergalerie der Pfarrer von St. Michael


Heilsweg in St. Michaelheilsweg12 01

Der gleiche Künstler, der im Innenhof die Brunnenfigur schuf, gestaltete auch den Heilsweg für St. Michael.

Der akademische Bildhauer und Schnitzer Günter Mauermann, wohnhaft in Weiden, hat die Doppelbilder aus Ton gebrannt.  Vorausgegangen war eine jahrelange Prüfung und Planung, ehe die endgültige Form gefunden wurde.

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Bilder vom Heilsweg mit Beschreibungen

 


Die Dorfkapelle Gailoh zur Heiligsten Dreifaltigkeitkapelle 1

Die heutige Kapelle, so die Chronik, wurde im Jahre 1884 von den Einwohnern erbaut. Zuvor war an ihrer Stelle ein Marterl zu Ehren der Mutter Gottes. Geweiht wurde die Kapelle nach einjähriger Bauzeit. Die Maße betragen 7 x 10 Meter. Der Turm ist 12,50 Meter hoch. Ein Muttergottesbild, flankiert von zwei mit der Jahreszahl 1886 gekennzeichneten Kerzen, ziert heute noch die linke Seitenwand der Dorfkapelle. Der Hochaltar, gestiftet von den Bauerseheleuten Andreas und Katharina Weiß, trägt das Bild der Heiligsten Dreifaltigkeit. Im Jahre 1917 wurde die Glocke wegen der Metallgewinnung (1. Weltkrieg) eingezogen, 1925 kaufte man die jetzige Glocke. Im Jahr 1947 weihte Geistlichen Rat Hof die Kapelle. Einen neuen Altar, Bänke, Fußboden und ein elektrisches Geläut erhielt die Kapelle 1948.

Seit dem 1. Juli 1972 gehört die Kapelle zur Pfarrei St. Michael.
Pfarrer Hirtreiter feierte jeden Freitag einen Schulgottesdienst und ließ die Kinder auch Dienstag und Donnerstag Maiandachten halten. Pfarrer Wittmann hält die Sonntaggottesdienste am 2. Weihnachtstag und am Ostermontag. Pfarrer Nußbaum führte jeden Donnerstag 19 Uhr die Abendmesse ein, die sich bis heute als fester Bestandteil erhalten hat. 1995 hat Maria List die Mesner- und Lektorendienste von Frau Annemarie Schmidt übernommen.

Jährlich wird am Dreifaltigkeitsfest Patrozinium gefeiert, das die Feuerwehr Gailoh ausrichtet.

Fotogalerie Kapelle Gailoh 


Glockenguß am 7.08.1970 in der Glockengießerei Perner - Passau

Am Freitag, den 7. August 1970 werden die Glocken von der Fa. Perner in Passau gegossen. Wir werden mit einem Omnibus nach Passau fahren, um dabei zu sein, wenn UNSERE GLOCKEN gegossen werden.
Abfahrt um 8.45 Uhr auf dem Platz vor unserer Kirche. Fahrpreis ca. DM 9,-.
Soweit der Original-Auszug aus dem Pfarrbrief vom Juli 1970

Nicht vielen Gemeinde-Mitgliedern ist es gegönnt, beim Guß des Geläuts ihrer Pfarrkirche dabei zu sein. Es war ein Erlebnis, zu sehen wie nach einem gemeinsamen Gebet und dem Anstich des Ofens das flüssige Metall durch die vorgeformten Rinnen in die vier, in die Erde eingebetteten Glockenformen geleitet wurde.
Herr Perner erklärte den Anwesenden die Vorgänge sehr anschaulich, denn eine ganze Busbesatzung kam von St. Michael und wollte sehen, wie die Glocken entstehen
und hören, wie sie endbearbeitet werden.

Die Glockenweihe

Der Himmel hatte ein Einsehen mit den im Atrium zwischen Kirche und Pfarrsaal dicht gedrängt stehenden Gläubigen und schickte sogar hin und wieder einen zaghaften Sonnenstrahl durch die dunkel drohenden Wolken, denn am 13. September 1970 fand die feierliche Glockenweihe statt. Sie ist seit alter Zeit das Vorrecht eines Bischofs.
Die Glocken von St. Michael weihte der Missions-Bischof Adrian Mkoba aus der Diözese Morogoro - Sansibar.

Name Gewicht Ton Inschrift
MICHAELIS-GLOCKE  350 kg b1 HL. MICHAEL, SCHÜTZE KIRCHE UND VOLK UND GELEITE DIE STERBENDEN
HEILIG-GEIST-GLOCKE  500 kg as1 DIE SICH IM GEISTE GOTTES LEITEN LASSEN
MARIEN-GLOCKE 800 kg b1 ES GENÜGT NICHT, CHRISTUS IN DIR ZU TRAGEN, DU MUSST IHN ZU DEN MENSCHEN TRAGEN
CHRISTUS-GLOCKE 1800 kg des HERR SEI UNS WEG, WAHRHEIT UND LEBEN

 

Video vom Vollgeläut

Bilder vom Glockenguss und der Glockenweihe


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Bilder vom Bau der Kirche


 

Hans Hirtreiter Expositus

Gleichzeitig mit der Errichtung der Notkirche, auch Behelfskirche genannt, sollten auch die Planungen für eine neue Kirche anlaufen. Nach der Einweihung der Notkirche, in der der damalige Kaplan von St. Martin, Hans Hirtreiter, als Expositus wirkte, gründete dieser 1966 die "Aktion St. Michael", mit der die Bewohner der Wohnanlage St. Sebastian durch regelmäßige monatliche Spenden persönlich am Aufbau der neuen Kirche beteiligt wurden.

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